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Lesen Sie hier wie bei uns die Aufzucht von Küken erfolgt.

Für die Kueken Aufzucht geben wir hier viele Tipps und Hilfen

Endlich ist es soweit, die Küken sind geschlüpft oder man hat sie per Versand erhalten und nun beginnt die Aufzucht.Wir möchten auch hierzu wieder ein paar nützliche Tipps geben, um Verluste nach Möglichkeit zu vermeiden.
Den Küken sollte genug Fläche zur Bewegung geboten werden, dies ist der Entwicklung ungemein förderlich.Sie werden sofort erkennen, wie die vitalen Tiere munter hin und her rennen.Tiere die benommen am Rand stehen, lassen sich so schnell erkennen und man kann reagieren.
Bei uns auf dem Plestliner Bauerhof werden die Eintagsküken für ca. 3 Wochen auf einer Art Tisch, also erhöht gehalten. Dies läßt einen schnellen Überblick zu.Da wir ausschließlich Kunstbrut betreiben trennen wir die Küken von größeren Tieren und halten die Gruppen so, wie sie geschlüpft sind.



 

Wärme ist unverzichtbar

Die Wärme macht gerade in den ersten Lebenstagen einen großen Erfolgsfaktor aus.Die Temperaturen sollten daher im Bereich von 32 °C liegen und können dann später so nach und nach abgesenkt werden.Ein Richtwert ist es 22°C in der 6 - 8 Woche zu erreichen.Wir nutzen Wärmelampen, sog. Rotlichtlampen.Diese werden an einer Kette aufgehangen. Durch fühlen mit der Hand in dem Bereich direkt unter der Lampe findet man schnell die richtige Höhe.Man sieht dies aber auch dadurch, dass die Küken in einem geschlossenen Kreis unter der Lampe liegen.Ballen sie alle auf einem Haufen direkt unter der Lampe ist die Wärmemenge die unten ankommt zu gering, man sollte die Lampe dann tiefer hängen. Liegen die Kleinen aber zu weit ab ist die Lampe zu tief und der Boden darunter zu heiss, also höher hängen.Was hier schwierig klingt ist in der Praxis einfach und schnell erlernt.Die Ketten bringen den Vorteil, dass man nun nach und nach die Lampe höher hängen kann und zwar immer so um ca. 10 Glieder alle 7 Tage.Alternativ bieten einige Hersteller seit neusten Wärmeplatten an, diese verbrauchen weniger Strom und lassen sich regulieren. Eine, wie wir finden interessante Neuheit, die ebenso wie die einfachen Wärmelampen ohne Rotlicht einen tollen Nebeneffekt haben: Die Küken haben Tag und Nacht, was sie bei Rotlichtlampen nicht haben. Die Kleinen kommen so besser zur Ruhe und finden den nötigen Schlaf.


 

Das Einstreu bei Wärmelampen

In den Bereichen der Wärmelampen nutzen wir keinerlei brennbaren Einstreu.Späne oder auch einfaches Stroh verwenden wir aus folgenden Gründen nicht:
-Die Gefahr eines Brandes ist enorm hoch und so manchen Abend sind wir drei und viermal nachschauen gegangen ob alles ok ist.
-Späne bringen die Gefahr mit sich, dass die Küken diese einfressen und dann anschliessend saufen.Wenn dann die Späne aufquellen ist alles zu spät und die Tiere verenden.
-Oft sind Späne von getränktem Holz, was sicher nicht gut für die Küken sein kann.

Aus diesem Grunde werden bei uns die Eintagsküken und auch die heranwachsenden Tiere vorwiegen auf Sand gehalten. Dieser bringt viele Vorteile mit sich: So speichert der Sand die Wärme ungemein und leitet diese über den gesamten Bodenbereich des Tisches.Viele Leute, die uns besuchen und sich diese Art des Einstreus ansehen sind begeistert, wie weit die Wärme verteilt wird und wie gleichmäßig.
Weiterhin ist der Boden durch den Sand enorm griffig, was gerade bei den Brahma´s und Orpington, ja eigentlich bei allen großen Geflügelrassen sehr wichtig ist. Je größer die Hühnerrassen desto wackeliger sind oft die Küken auf ihren Beinchen und wenn ein Küken ersteinmal umgeknickt ist, ist oft alles zu spät und die Tiere verenden.
Ein ganz entscheidenden Vorteil möchte ich hier noch anbringen: Der Sand ist sehr leicht sauber und rein zu halten auch wenn die Küken länger auf ihm verweilen. Wir drängen die Küken einfach etwas beiseite und sprühen dann den Bereich gerade unter der Lampe mit einem geeingneten Mittel aus. Die Keimbelastung wird dabei minimiert und die Aufzucht läuft problemlos ab.
Der ausgetauschte Sand kann dann einfach später auf dem Grundstück verteilt werden oder man gibt ihn den großen Hühnern zum scharren.


 

Futter und Wasser richtig geben.

Die Kükenfütterung ist eine der schönsten Aufgaben in der Hühnerhaltung. Es macht irre viel Spaß den Kleinen beim futtern zu zusehen und durch Klopfen mit dem Zeigefinger in das Futter alle zum Picken zu animieren. Man könnte stundenlang dabei stehen und wird des Zusehens nicht müde.Auch kann man nun beobachten, ob alle kleinen Racker gleichmäßig fressen und saufen oder ob Tiere fern bleiben. Oft liegt ein Abseits einiger Tiere einfach daran, dass diese noch nicht verstanden haben worum es geht. Die Tiere "lernen" jeden Tag und auch hier kann man nachhelfen, um den Abstand zu den anderen wieder einzuholen: Nehmen sie die Küken und tauchen sie sie in das Wasser mit den Schnabel ganz leicht, schon sehen sie wie die Kleinen verdattert stehen und noch mal nachfassen.Nach ein, zwei Tagen können sie das dann allein und werden sich aus Dankbarkeit prächtig entwickeln.
Kükenfutter wird durch verschiedene Hersteller in sehr unterschiedlichen Zusammensetzungen angeboten.Wer nicht die Zeit hat täglich mehrmals Eier und Brennessel aufzubreiten sollte auch auf diese Variante zurückgreifen. In den meisten Futtersorten sind neben Vitaminen und Spurenelemten alle Notwendigen Stoffe drinn die die Kleinen benötigen.Als Granulat nehmen die Tiere es gern auf.Natürlich kann man zusätzlich noch Eier abkochen und mit Brennessel kleingehackt geben.
Die Futtertröge sollten immer dem Alter der Tiere angepasst werden um einen Futterverlust zu vermeiden.
Das Wasser bietet nun die beste Möglichkeit den Kleinen eventuelle Medizin zu verabreichen.Ihr Tierarzt wird sie da gut beraten können.Wir achten sehr genau auf sauberes und nicht von Algen besetztes Wasser.Bei uns hat es sich durchgesetzt das Wasser mit Ameisensäure zu mischen. Dabei ist zu beachten, dass die Konzentration von 0,5% nicht überschritten wird. Den Erfolg werden sie sehen können: Durch diese Maßnahme wird das Wasser von Keimen frei gehalten und der Darm der Tiere wird von negativen Darmbakterien befreit.Etwas Vorsicht ist im Umgang mit der Säure geboten aber darüber klärt der Apotheker, bei dem sie das Mittel bekommen, sie sicher gern auf.
Es gibt natürlich auch fertige Produkte die man als Pulver dem Wasser bei mischen kann.



 

Der erste Auslauf

Wenn die Küken nach den ersten Wochen schön vital sind und das Wetter es zu lassen sollte, können wir nun anfangen die Kleinen nach und nach an den freien Auslauf zu gewöhnen.Wir haben extra Kükenställe in den Luken sind, die wir einfach einen Spalt öffnen.Die kleinen neugierigen Küken haben dies schnell spitz bekommen und stecken die Schnäbel raus in die Natur. Am Anfang tummeln sie sich nur ein paar Meter vor der Luke und eilen dann wieder rein aber schon nach ein paar Tagen werden sie auf Erkundungstour gehen und nur noch zum eventuellen Aufwärmen unter der Lampe zu finden sein.Der zeitige Ausgang bewirkt natürlich ein artgerechtes Aufwachsen, die Tiere werden scharren und von grünem Gras probieren, der erste Regenwurm wird für Aufregung sorgen und die Truppe wird munter und piepsend das Terrain erkunden.
Obacht ist eben nur zu geben, wenn sich in der Nähe Krähen und andere Raubvögel sowie eventuell Katzen oder Hunde befinden. Man kann die Gefahr bannen indem man ein sogenanntes Kükengatter baut oder kauft. Die Kleinen laufen wie in einem Käfig, also von oben und den Seiten geschützt. Schön natürlich, wenn diese "Kükenburg" einen Anschluss an den Stall hat sodass die Kleinen rein und raus können.
Wir trennen die Küken, da diese bei uns ja ohne Glucke aufwachsen, von allen Alttieren.
Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass Küken das Sonnenlicht brauchen um Vitamin D zu bilden. Dies Vitamin wird vom Körper mit Hilfe des Tageslichtes hergestellt und ist für viele Stoffwechsel und Wachstumsprozesse notwendig! Aus diesem Grunde sollten, im übrigen alle Ställe und Lebensräume von Tieren genug Tageslicht einlassen können.


 

Nun werden einige Wochen vergehen bis die Kleinen ganz und gar zugefedert sind und als Jungtiere stolz über den Hof maschieren. Wir züchten Rassegeflügel schon seit so vielen Jahren und sind dennoch jedes Jahr aufs neue überrascht wie schnell und wie schön sich die Tiere entwickeln.Vor allem wenn man bedenkt, dass aus so einem kleinen Brutei ein Hahn z.B. Brahma oder Orpington oder eine dicke schöne Henne geworden ist. So versteht es die Natur uns immer wieder in Erstaunen zu versetzen.

Wir hoffen sie hatten Spaß beim Lesen und für Anregungen oder Fragen zu uns oder unserem Küken bzw. Bruteierversand bitten wir sie einfach das folg. Formular zu nutzen.




 

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