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Parameter und Arbeitsschritte beim Brutapparat/gerät

Einlegen der Bruteier

Unsere Brutgeräte sind mit Rollhorden ausgestattet und so legen wir die Bruteier in ihrer natürlichen Lage in den Apparat.Heute werden bereits Geräte verkauft bei denen die Eier schräg eingelegt werden.Der Vorteil, der dabei geltent gemacht wird, besteht darin, dass das Ei mit der Luftblase nach oben eingestellt wird und der Keim dieser näher ist. Dieser Effekt soll der Entwicklung förderlich sein.
Die, in das Gerät eingelegten Eier, sollten nach Möglichkeit bereits etwa 6-12 Stunden vorher in den Raum gebracht worden sein, dadurch hat sich die Temperatur der Eier allmählich auf Raumtemperatur angeglichen.
Der Bruapparat sollte bereits "warm" gelaufen sein und die geforderten Temperatur halten.



 

Die Temperatur beim Brüten

Die Temperatur sollte konstant d.h. gleichbleibend gehalten werden. Gegen Ende der Brut senken wir die Temperatur etwa um 0,2 °C. In den Literaturen findet man unterschiedliche Temperaturangaben für die Kunstbrut. In unseren Geräten haben wir die Thermometer exakt auf 37,8 °C eingestellt und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden.
Nach dem Beginn der Brut sollte dringend darauf verzichtet werden an den Thermometer herumzustellen. Häufig wird dies gemacht wenn die Temperatur mal etwas schwanken tut.Dies ist aber oftmals normal und gerade in der mittleren Brutphase oft zu beobachten.Ein plötzlicher Temperaturwechsel ist für angebrütete Eier extrem negativ, wenn dann sollte die Temperatur nur allmählich ansteigen.

Die Feuchtigkeit während der Brutphasen

Ein ganz entscheidender Faktor bei der Brut ist die Feuchtigkeit in den Geräten.Im 1. und 2. Drittel der Brut soll im Apparat ein Feuchtigkeitsgehalt von 50-60 % enthalten sein. Gegen Ende der Brut steigern wir dann die Luftfeuchtigkeit auf über 75 %.Dabei ist noch zu betonen, dass wir nur destelliertes Wasser verwenden.Dies bildet keine Kalkablagerungen auf den Heizkreisen der Geräte und verschließt auch die Poren der Eier nicht.
Die Messung der Luftfeuchtigkeit wird bei uns durch Verwendung eines Haarhygrometers durchgeführt. Es ist darauf zu achten, dass das Messgerät vor jeder Brut neu kalibriert wird. Man macht dies leicht, indem man das Messgerät mit einem feuchten Tuch umwickelt und nach ca. 10 Minuten sollte das Gerät dann eine Luftfeuchtigkeit von fast 100 % anzeigen. Ist dies nicht der Fall so sollte die Stellschraube auf der Rückseite auf den Wert gestellt werden.


 

Das Wenden während der Brut

Bei uns werden die Bruteier ab dem 3. Tag gewendet, dabei ist darauf zu achten, dass das Wenden sehr behutsam geschieht. Da unsere Brutgeräte vollautomatisch wenden, wird dieser Prozess relativ zuverlässig und gleichmässig ausgeführt. Die Motoren wenden mit einer Umdrehungteit von 4 Stunden. Man sieht also wie langsam und gleichmäßig dies geschieht. Nun können Sie sicher nachvollziehen wie schwer es ist bei Wendung mit der Hand eine solche gleichmässige Bewegung der Eier zu vollführen. Werden die Bruteier zu hastig gedreht, kann es vorkommen, dass die Aderhaut und auch die Hagelschnüren einreißen und der Keim sich nicht entwickeln kann.
Wir schalten die Wendung 4 Tage vor dem Schlupf aus.
Beim Wenden wird außerdem gleich noch Frischluft in und alte, verbrauchte Luft aus dem Apparat geführt.


 

Das Schieren der Bruteier

Das Schieren (Durchleuchten) ermöglicht die ständige Kontrolle der Wandlungen im Ei während des Brutprozesses.Die Untersuchung der Schalenbeschaffenheit und der Luftblase vor der Brut wurde bereits beschrieben.Nun wollen wir das Schieren während der Brut näher erläutern.
Nach dem 4. bzw 5. Bruttag kann man schon feststellen, ob die Eier befruchtet sind oder nicht.Jedoch bedarf es einiger Übung und für den Ungeübten empfehlen wir lieber die Eier später zu durchleuchten.Ab dem 12 Bruttag lassen sich dann schon deutlich die Adergeflechte und der Keim, als schwarzer, beweglicher Punkt erkennen.Dieses Bild wird mit längere Brutdauer immer deutlicher.
Eier die nicht befruchtet sind, erkennt man daran, dass auch nach längerer Brutdauer das Innere der Eier klar ist und wir durch das Ei "durchleuchten".
Wir durchleuchten die Eier ein letztes mal 4 Tage vor dem Schlupf, wenn wir die Eier auf die Schlupfhorde umlegen.


 

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